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Apple iOS - geschlossenes Ökosystem

Beste Alternative zu BlackBerry 10 OS

Apples Ökosystem ist dem von BlackBerry ähnlich - zur Nutzung eines iPhones und der Dienste des Herstellers benötigt man eine Apple-ID, muss sich also beim Hersteller als Kunde registrieren. Datensicherung und Synchronisierung der Smartphone-Inhalte mit dem lokalen Rechner sind nur per USB-Kabel über iTunes möglich, einer Desktopsoftware ähnlich BlackBerry Link.
Persönliche Daten und Software des iPhones werden per USB-Kabel über iTunes mit PC, Notebook oder Apple-Rechner abgeglichen oder drahtlos mit Apples iCloud synchronisiert (auf Wunsch automatisch nach Anschluss ans Ladegerät per WLAN über Nacht). Apples iCloud läuft in Rechenzentren von Amazon und Google. Dazu unten gleich mehr ...

Datensicherung lokal oder wolkig

Bequemer ist die drahtlose Datensicherung in Apples iCloud. Gewerbliche Nutzer und auch Privatleute, welche die Privatsphäre ihrer gespeicherten Kontakte schützen möchten nutzen für die Datensicherung mittels iTunes nur den lokalen Rechner!
Gewerbetreibende, die Kundendaten in einer außereuropäischen Cloud speichern/verarbeiten, machen sich strafbar. Sobald deutsche Privatpersonen berufliche Kontaktdaten im Smartphone speichern, unterliegt das ebenfalls deutschem Datenschutz und darf in keine außereuropäische Cloud!

Kein USB-Massenspeichermodus - Dateiverwaltung eingeschränkt

iOS bietet keinen freien Zugriff auf das Dateisystem und deshalb auch keinen USB-Massenspeichermodus wie bei Android, mit dem Sie per Kabel vom PC auf den Smartphone-Speicher zugreifen könnten. Wer die bis hierhin aufgezählten Einschränkungen nicht akzeptieren kann, sollte sich kein iPhone zulegen. Ich war zuerst skeptisch, weil man von der Zuverlässigkeit der Synchronisationssoftware (hier: iTunes) abhängig ist. Im Vergleich zur vorher genutzten Nokia PC-Suite, der auf meinem Notebook nicht lauffähigen Samsung Kies und bedienungsfeindlichem BlackBerry Link ist iTunes viel besser. Da ich weder iCloud noch Apple Music nutze, wurden mir keine Musikdateien gelöscht oder durcheinandergebracht. Das war vorübergehend der einzige gravierende Fehler in iTunes.

Freier Zugriff auf eigene Dateien ab iOS-Version 11

MS-Windows bietet den "Datei-Explorer" und macOS den "Finder". iPhone und iPad bekommen ab 19.09.2017 mit iOS 11 eine App namens "Dateien".
Bisher hatten Apple-Kunden keine freie Wahl, wo sie ihre Daten abspeichern dürfen. Dateien konnten nur durch Ablage in festgelegte Ordner des Rechners mit dem iPhone synchronisiert werden. Für Technik-Laien ideal, doch Fortgeschrittene fühlten sich bevormundet, wünschten sich Zugriff auf das Dateisystem.

iCloud: Transportverschlüsselung mit Luft nach oben

05.08.2016: Die Onlineverbindung zur iCloud (icloud.com) bot bisher keine besonders gute Transportverschlüsselung. Das hat sich jetzt stark gebessert. Ist aber noch nicht ganz perfekt. Trotzdem ist Apples Transportverschlüsselung anscheinend stärker als BlackBerrys? Vergleichen Sie selbst mit dem SSL Server Test. (Rating "A+" wäre perfekt, momentan erreicht die iCloud immerhin "A"). Zur iCloud hat Apple die Schlüssel und gibt Kundendaten gegen richterlichen Beschluss heraus. Das müssen alle amerikanischen Anbietern so machen (Patriot Act)! BlackBerry (Kanada) wartet gar nicht auf richterliche Beschlüsse, sondern meldet Verdächtige aktiv an die Behörden. Tim Cook/Apple will seine iCloud sicherer machen (keine Schlüssel mehr bei Apple) und wir werden sehen, wie weit die amerikanische Regierung das toleriert. Denn dann könnte wirklich nur noch der Endkunde mit seinem Schlüssel an seine eigenen Daten.

Tim Cook kämpft für Privatheit und gegen Hintertüren

Apples Geschäftsführer wird von einigen großen Firmen und Entscheidern unterstützt und hat vor, die iCloud genauso abzusichern wie das iPhone.
Mit iOS-Version 8 brachte Apple die Datenverschlüsselung auf das iPhone. Auch die Kommunikation zwischen iPhone-Nutzern per iMessage ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt. iMessage ist ein Messenger wie BlackBerrys BBM Enterprise (ehemals "BBM Protected"), den nur noch Geschäftskunden über ein Systemhaus buchen können. Achtung: bei iMessage kommt nur so lange niemand an die Kommunikationsdaten, wie man die iCloud als Backup-Medium meidet!

Nur der Vollständigkeit halber - da gibt es doch einen großen amerikanischen Softwarehersteller, welcher im Smartphone-Markt mitmischen wollte ...


Quellenangaben: Apple iCloud nutzt Amazon AWS, Google-Cloud und Microsoft Azure: ifun.de, Onlinehändler News.de, t3n.de, flat.de. Transportverschlüsselung der iCloud selbst testen: Rating der Qualys SSL Labs.

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