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Welches Betriebssystem: Android, iOS oder Windows Mobile?

Alternativen zum besten Smartphone-Betriebssystem BlackBerry 10

BlackBerry 10 OS basiert auf dem Echtzeitbetriebssystem QNX und bietet eine genial einfache Gestensteuerung, welche sogar den bei allen anderen Smartphone-Betriebssystemen üblichen "Home-Button" (Menüknopf) oder gar mehrere Menüknöpfe als Hardware- oder Softwarelösung erübrigt.
Trotzdem hat es BlackBerry nicht geschafft, das eigene Betriebssystem BlackBerry 10 erfolgreich zu vermarkten.
Um die Firma zu sanieren, wurde die Hardwaresparte ausgelagert und als Betriebssystem soll es nun Googles Android OS richten. Sehr verärgerter Smiley Weiterlesen ...

Google Android OS

Vom sichersten Betriebssystem BlackBerry 10, dem westliche Regierungen, staatliche Institutionen und Großkonzerne vertrauen soll man zu Android wechseln?
Dem weltgrößten Werbedienstleister persönliche Daten anvertrauen, der mit dem Verkauf von Kundendaten Geld verdient und als Datenkrake verschrien ist?
Die gesammelten Daten werden anonymisiert, aber einerseits glaubt das nicht jeder und andererseits akzeptiert auch nicht jeder dieses Geschäftsprinzip.
Die Prüfung der Apps im Google Play Store wird weitgehend dem Nutzer überlassen. Googles Prüf-Algorithmus kann nicht alle schädlichen Apps erkennen.

Android-Smartphone von BlackBerry?

Schon beim Einrichten eines BlackBerry PRIV merkt man, "dass jetzt eine andere Musik spielt": keine BlackBerry-ID, sondern ein Google-Konto wird verlangt!
Das erste Android-Smartphone von BlackBerry namens PRIV ist so schlecht verarbeitet, dass es nur ganz Hartgesottene nach dem Kauf behalten - und sich dann über die Software ärgern können. Qualitätsverwöhnte BlackBerry-Kunden konnten bisher jedes neue BlackBerry-Modell unbesehen ordern, da es von "Montagsgeräten" abgesehen keine schlimmen Patzer bei der Verarbeitungsqualität gab. Ende einer Ära.

Android-Smartphone von anderen Herstellern?

Wäre eine Möglichkeit, um wesentlich bessere Hardware als die mit BlackBerry-Logo zu bekommen. Bis auf das gehärtete Btriebssystem.
Aber nur wenige Hersteller bieten regelmäßige und rasche Softwareaktualisierung, schon gar nicht über Jahre. Das macht Apple mit seinem iOS besser ...

Apple iOS

Apples Ökosystem ist dem von BlackBerry ähnlich - zur Nutzung eines iPhones und der Dienste des Herstellers benötigt man eine Apple-ID, muss sich also beim Hersteller als Kunde registrieren. Datensicherung und Synchronisierung der Smartphone-Inhalte mit dem lokalen Rechner sind nur per USB-Kabel über iTunes möglich, einer Desktopsoftware ähnlich BlackBerry Link.
Persönliche Daten und Software des iPhones werden per USB-Kabel über iTunes mit PC, Notebook oder Apple-Rechner abgeglichen oder drahtlos mit Apples iCloud synchronisiert (auf Wunsch automatisch nach Anschluss ans Ladegerät per WLAN über Nacht). Apples iCloud läuft in Rechenzentren von Amazon und Google. Dazu unten gleich mehr ...

Datensicherung lokal oder wolkig

Bequemer ist die drahtlose Datensicherung in Apples iCloud. Gewerbliche Nutzer und auch Privatleute, welche die Privatsphäre ihrer gespeicherten Kontakte schützen möchten nutzen für die Datensicherung mittels iTunes nur den lokalen Rechner!
Gewerbetreibende, die aus Bequemlichkeit Kundendaten in einer außereuropäischen Cloud speichern/verarbeiten, machen sich strafbar. Und sobald deutsche Privatpersonen berufliche Kontaktdaten im Smartphone speichern, unterliegt das ebenfalls deutschem Datenschutz und darf in keine außereuropäische Cloud!

Dateiverwaltung sehr gewöhnungsbedürftig

Apple-Kunden haben keine freie Wahl, wo sie ihre Daten abspeichern dürfen. Bestimmte Inhalte können nur durch Ablage in festgelegte Ordner des Rechners mit dem iPhone synchronisiert werden. Für Technik-Laien ideal, doch Fortgeschrittene fühlen sich bevormundet, wünschen sich Zugriff auf das Dateisystem.
Das wird ab iOS-Version 11 besser! MS-Windows bietet den "Datei-Explorer" und macOS den "Finder". iPhone und iPad bekommen die App "Dateien".

Kein USB-Massenspeichermodus

iOS bietet keinen freien Zugriff auf das Dateisystem und deshalb auch keinen USB-Massenspeichermodus wie bei Android, mit dem Sie per Kabel vom PC auf den Smartphone-Speicher zugreifen könnten. Wer die bis hierhin aufgezählten Einschränkungen nicht akzeptieren kann, sollte sich kein iPhone zulegen. Ich war zuerst skeptisch, weil man von der Zuverlässigkeit der Synchronisationssoftware (hier: iTunes) abhängig ist. Im Vergleich zur vorher genutzten Nokia PC-Suite, der auf meinem Notebook nicht lauffähigen Samsung Kies und bedienungsfeindlichem BlackBerry Link ist iTunes viel besser. Da ich weder iCloud noch Apple Music nutze, wurden mir keine Musikdateien gelöscht oder durcheinandergebracht. Das war vorübergehend der einzige gravierende Fehler in iTunes.
Ab September 2017 wird Apple mit iOS-Version 11 erstmals Zugriff auf das Dateisystem bieten. Es soll dem Finder auf Apples macOS sehr ähnlich sein.

iCloud: Transportverschlüsselung mit Luft nach oben

05.08.2016: Die Onlineverbindung zur iCloud (icloud.com) bot bisher keine besonders gute Transportverschlüsselung. Das hat sich jetzt stark gebessert. Ist aber noch nicht ganz perfekt. Trotzdem ist Apples Transportverschlüsselung anscheinend stärker als BlackBerrys? Vergleichen Sie selbst mit dem SSL Server Test. (Rating "A+" wäre perfekt, momentan erreicht die iCloud immerhin "A"). Zur iCloud hat Apple die Schlüssel und gibt Kundendaten gegen richterlichen Beschluss heraus. Das müssen alle amerikanischen Anbietern so machen (Patriot Act)! BlackBerry (Kanada) wartet gar nicht auf richterliche Beschlüsse, sondern meldet Verdächtige aktiv an die Behörden. Tim Cook/Apple will seine iCloud sicherer machen (keine Schlüssel mehr bei Apple) und wir werden sehen, wie weit die amerikanische Regierung das toleriert. Denn dann könnte wirklich nur noch der Endkunde mit seinem Schlüssel an seine eigenen Daten.

Tim Cook kämpft für Privatheit und gegen Hintertüren

Apples Geschäftsführer wird von einigen großen Firmen und Entscheidern unterstützt und hat vor, die iCloud genauso abzusichern wie das iPhone.
Mit iOS-Version 8 brachte Apple die Datenverschlüsselung auf das iPhone. Auch die Kommunikation zwischen iPhone-Nutzern per iMessage ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt. iMessage ist ein Messenger (Chatsystem) wie BlackBerrys BBM Protected, den nur noch Geschäftskunden über ein Systemhaus buchen können.
Achtung: bei iMessage kommt nur so lange niemand an die Kommunikationsdaten, wie man die iCloud als Backup-Medium meidet!

Microsoft Windows Mobile

Dieses bis Version 8.x als "Windows Phone" bezeichnete Betriebssystem heißt nun in Langform Windows 10 Mobile und will das können, wovon BlackBerrys ehemaliger Geschäftsführer Thorsten Heins damals geträumt hatte: Mobile Computing. Ein Gerät für überall. Das Smartphone wird zum Universalcomputer. Weiterlesen ...

Fazit

Für mich persönlich kommt daher nur Apple iOS als Alternative in Frage, deshalb hatte ich Apples iPhone 6s Plus getestet und über eine Vertragsverlängerung dessen Nachfolgemodell iPhone 7 Plus günstig gekauft (eigener Praxistest ist noch in Arbeit). Ich bleibe kritisch und sehe Apple nicht als Religion. Augenzwinkernder Smiley


Quellenangaben: Entlassungen: BB10QNX. Android statt BB10 (englisch): cnet.com - Übersetzung von Ben Witt/BB10QNX: BB10QNX. Android-Apps senden Nutzerdaten an Werbenetzwerke: c't-Ausgabe 9/2015: Appgehört - Smartphone-Schnüfflern auf der Spur. notebookcheck.de: BB Priv ziemlicher Reinfall.
Apple iCloud nutzt Amazon AWS, Google-Cloud und Microsoft Azure: ifun.de, Onlinehändler News.de, t3n.de, flat.de. GIGA: massive Verarbeitungsmängel. Transportverschlüsselung der iCloud: Rating der Qualys SSL Labs.

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