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Datenschutzempfehlung

Tipps zum Schutz Ihrer Privatsphäre

Transportverschlüsselung, persönliche Empfehlung von E-Mail-Providern für private/geschäftliche Nutzung. Ich nenne auch deren Nachteile, damit Sie selbst abwägen können, ob diese akzeptabel sind. Vielleicht kennen Sie bessere Lösungen. Ich freue mich über Kritik und Anregungen. Apropos: ich mache hier keine Werbung, sondern möchte dazu anregen, sich Gedanken über den Schutz Ihrer eigenen Privatsphäre zu machen wie ich es auch selbst getan habe.

Persönliche Daten nur über sichere Seiten schicken

Übermitteln Sie persönliche Daten nur auf Webseiten mit Transportverschlüsselung!

Wichtig: SSL 3.0 (entspricht TLS 1.0) ist nicht mehr sicher! Akzeptabel ist Version 1.1; der aktuelle Stand ist TLS-Version 1.2. Immer alles mit AES-256 und PFS!

Aktive Transportverschlüsselung erkennen Sie am Schloss-Symbol in der Adressleiste Ihres Browsers und an der darin angezeigten URL, welche mit https:// beginnt.

Leider lassen die meisten Internetserver noch immer Verbindungen mit TLS-Version 1.0 und 1.1 zu, um alle Besucher zu bedienen. Browser  und Webserver handeln immer die sicherste Verbindung miteinander aus, Angreifer manipulieren das gern und zwingen den Webserver zur unsichersten angebotenen Methode. Der sicherste Webserver ist der, welcher sich nicht auf veraltete Methoden einlässt und Manipulationsversuche abwehrt (gute Admins nutzen neueste Sicherheitsstandards)!

Achtung! Einige Diensteanbieter verschlüsseln nur den Anmeldevorgang und sparen sich die durchgehende Verschlüsselung, weil das den Servern weniger Rechenleistung abverlangt. Dann ist die Verbindung aber nicht wirklich sicher!

Bild: Glühbirne als Hinweis zu einem Tipp Tipp: machen Sie selbst den SSL-Test! Testen Sie Webseiten mit Verschlüsselung auf deren Qualität!

Datenabgleich von Adressen, E-Mails und Terminen

Private Nutzung für Otto-Normalverbraucher

Zur sicheren Behandlung von E-Mails, Adressen und Terminen empfehle ich für private Zwecke den Berliner Dienstleister Posteo. Adressbuch und Kalender sind dort auf Wunsch verschlüsselt gespeichert. Datenabgleich mit dem Smartphone über transportverschlüsselte Verbindung mit PFS. E-Mails, Termine und Adressen können mittels Browser über Posteos Weboberfläche Roundcube zum Beispiel mit dem Iron Portable von SRWare bearbeitet werden. Auch Mozillas Firefox Portable hat sich bewährt. Für beide gibt es die Erweiterung DNSSEC/TLSA Validator.

Nachteil

Nicht für iPhone-Nutzer geeignet, wenn die PGP-Verschlüsselung des Postfachs genutzt und vom Smartphone aus darauf zugegriffen werden soll! Denn es gibt leider nur für Smartphones mit Android OS PGP-Unterstützung. Für iPhones bietet Posteo keine App. Dann ist ProtonMail die beste Alternative (siehe unten).

Geschäftliche Nutzung oder anspruchsvolle Privatnutzung

Wer auf ein sehr großes Mailpostfach Wert legt und (nicht nur als Firma) eigene Domain(s) für die Mailadresse benötigt, nutzt Nextcloud oder 1&1 Mail Business. Leistungsumfang 1&1 Mail Business: 50 GB Mailspeicher, 250 GB Onlinespeicher, Adressen, Kalender, Aufgaben, Text, Tabellenkalkulation, Präsentation.
Nachtrag: leider wird 1&1 Mail Business nicht mehr vermarktet - stattdessen gibt es jetzt teurere Angebote mit Hosted Exchange. Nextcloud ist eine bessere Alternative. Zum Beispiel bei manitu.de ab 2,50 EUR.

E-Mails mittels PGP-Verschlüsselung sicher versenden und aufbewahren

Wer sein Postfach komplett verschlüsseln möchte und seine Passwörter nicht dauernd vergisst, kann dafür PGP-Verschlüsselung nutzen.
Aber für alle genannten Lösungen mit PGP-Verschlüsselung gilt: Bei vergessenem Passwort sind alle Inhalte für immer verloren!

PGP-Verschlüsselung für Otto-Normalverbraucher ohne Smartphone

Für diese Zielgruppe (teils auch ältere Generation ohne Englischkenntnisse) ist PGP bei Posteo ideal. Wer E-Mails, Adressen und Kalender nur im Browser auf der Posteo-Website nutzt, kann bedenkenlos die PGP-Verschlüsselung mit einem Mausklick einschalten. Daraufhin wird das Postfach und sämtliche eingehenden E-Mails PGP-verschlüsselt und niemand kann mehr die Mails einsehen, auch Posteo-Mitarbeiter nicht.

PGP-Verschlüsselung für Technikfreaks - mobil nur mit Android OS

Diese Zielgruppe scheut nicht vor technischen Herausforderungen zurück und kommt auch mit weniger benutzerfreundlichen Bedienoberflächen klar. Bei Verwendung eines Android-Smartphones ist Posteo sehr geeignet. Für Apples iPhone gibt es leider keine Mail-App zur PGP-Nutzung mit Posteo.

PGP-Verschlüsselung leicht bedienbar - mobil auch auf dem iPhone

Wer höchste Ansprüche an leichte Bedienbarkeit stellt, sollte ProtonMail ausprobieren!

Hier ist die PGP-Verschlüsselung für den Otto-Normalverbraucher unsichtbar integriert und die Bedienung leicht und fast komplett selbsterklärend.

Die eingeschränkte Gratisversion gibt schon ein gutes Gefühl für die Bedienung und erleichtert die Entscheidung für oder gegen das Angebot. Wer kaum Mails sammelt, sondern gelesene Mails meist gleich wieder löscht, wird mit 500 MB Speicherplatz dauerhaft auskommen.

Die Menüführung ist im Browser und auf dem Smartphone (Apps für Android und iOS) fast komplett eingedeutscht, die Website der Proton Technologies AG mehrsprachig ausgelegt. Die meisten Webseiten mit ausführlicheren Produktinformationen sind zur Zeit leider nur in englisch verfügbar. Wen das nicht abschreckt, dem wird das auch für geschäftliche Zwecke sehr geeignete Angebot gefallen.

Wenn später mehr Speicher oder sogar eigene Domain(s) für Mailadressen benötigt werden, kann man sehr einfach auf einen größeren Tarif  umsteigen. Die Preise sind angemessen.

Vorteile

Die Einbindung Ihrer eigenen Domain(s) ist ab dem Plus-Tarif möglich. Sogar Catch-all kann genutzt werden (ab dem Business-Tarif). Der E-Mailfilter nutzt die Script-Sprache Sieve. Einfache Filter programmieren Sie per Menüsteuerung, anspruchsvolle Filter frei im Sieve-Editor. Das bietet nicht jeder!

Nachteile

Es gibt nur eine Ordnerebene, also keine verschachtelten Unterordner.

Man kann aber jede Mail zusätzlich mit bunten Etiketten beschriften (engl.: "Tags"). Eigentlich kein echter Nachteil. Wer bisher Google Mail genutzt hat, findet sich sofort zurecht und wird nichts vermissen. Es hat auch Vorteile, wenn man nur für Hauptkategorien Ordner anlegt und alles andere als Etikett (engl.: Tag) zuweist.

Zur Zeit reine E-Mail-Lösung. Ausführliches Adressbuch mit komplett verschlüsselten persönlichen Daten ab Plus-Tarif enthalten, aber kein Kalender (in Planung).

Wer von überall auf seinen Kalender zugreifen muss und auf PGP-verschlüsselte E-Mail-Kommunikation nicht verzichten mag, könnte Nextcloud oder 1&1 Mail Business zusätzlich nutzen. Oder Sie probieren erstmal das kostenlose Basiskonto von ProtonMail in Kombination mit oben genannten anderen Lösungen. Vielleicht genügt Ihnen auch der lokale Kalender Ihres Smartphones (regelmäßige Backups nicht vergessen, dafür keine fremde Cloud nutzen!).

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